WhatsApp Nutzung im Unternehmen

15.06.2018 | Seit dem 25.05.2018 gilt die DS-GVO und viele Unternehmer/innen wissen nicht, wie nun mit WhatsApp Verfahren werden kann. Denn eines ist klar: WhatsApp gehört zu Facebook und übermittelt im Hintergrund Daten an die Server in den USA.

Sie wissen nicht, dass WhatsApp zu Facebook gehört? Sie wissen nicht, dass im Hintergrund Daten übertragen werden? Dann sollten Sie jetzt handeln!

Abgleich des Adressbuchs

Damit WhatsApp Ihnen anzeigen kann, welche anderen Kontakte auch WhatsApp nutzen, wird im Hintergrund ein Datenabgleich durchgeführt. Bei diesem Datenabgleich werden Ihre Adressbuchdaten an die Server in die USA gesendet und dort gespeichert. Nutzen Sie Ihr Smartphone rein privat, ist das überhaupt kein Problem. Nutzen Sie allerdings Ihr Smartphone geschäftlich, verstoßen Sie mit Nutzung der App gegen die DS-GVO: Sie geben ohne Einwilligung personenbezogene Daten Ihrer Kontakte an eine Dritte Person - in den Fall Facebook - weiter.

Es gibt Alternativen...

WhatsApp ist einfach DIE App für den schnellen Nachrichtenaustausch. Neben WhatsApp gibt es aber andere Alternativen wie Telegram, Threema oder Signal. Die Reichweite dieser Apps ist nicht mit WhatsApp vergleichbar - doch mittlerweile steigen viele User um bzw. werden durch den Arbeitgeber schon fast "verpflichtet". Doch auch hier lauern Gefahren: Bis auf Signal gleichen die Alternativapps i. d. R. Daten im Hintergrund ab, was ähnlich wie bei WhatsApp gemacht wird.

Signal ist die einzige App, die die technischen Voraussetzungen für einen geschäftlichen Einsatz erfüllt (Quelle: www.signal.org). Neben dem fast ähnlichen Funktionsumfang ist Signal also eine klare DS-GVO konforme Alternative für den geschäftlichen Einsatz.

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